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Glossar/Tampondruck

Was ist Tampondruck?

Tampondruck überträgt Farbe mit einem Silikonkissen auf gewölbte und unebene Produkte. So funktioniert Tampondruck, wo er auf Merchandise passt und wie du ihn briefst.

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Definition

Tampondruck ist ein Veredelungsverfahren, das Farbe von einer geätzten Druckplatte über ein weiches Silikonkissen auf ein Produkt überträgt. Das flexible Kissen schmiegt sich an gewölbte, schräge und unebene Oberflächen, die der Flachdruck nicht erreicht. Es ist die erste Wahl für kleine Logos auf Stiften, Tassen und Spritzgussteilen aus Kunststoff.

Definition

Beim Tampondruck wird ein weiches Silikonkissen auf eine mit Farbe gefüllte, gravierte Platte und dann auf das Produkt gedrückt, sodass dein Motiv in einem Hub übertragen wird. Weil das Kissen nachgibt, druckt es auf Formen, mit denen Sieb- und Digitalverfahren kämpfen. Ein klassisches Beispiel ist der Schaft eines Werbestifts, bei dem die runde Fläche und das kleine Druckfeld den Tampondruck zur praktischen Lösung machen.

Wie Tampondruck funktioniert

Deine Vorlage wird in eine flache Platte aus Metall oder Polymer geätzt, das sogenannte Klischee, wodurch eine flache Vertiefung in Form des Motivs entsteht. Farbe flutet die Platte, ein Rakel wischt die Oberfläche sauber, und Farbe bleibt nur in der geätzten Vertiefung. Das Silikonkissen drückt dann nach unten, nimmt die Farbe auf und rollt sie auf das Produkt. Durch seine Klebrigkeit gibt das Kissen die Farbe sauber ab, während es sich an die Oberfläche anpasst.

Jede Farbe braucht eine eigene Platte und einen eigenen Druckdurchgang, deshalb eignet sich Tampondruck für ein- bis vierfarbige Motive statt für fotografische Vollbilder. Das Verfahren beherrscht feine Linien und kleine Schrift gut, weshalb es bei Werbeartikeln mit winzigen Druckzonen dominiert. Farben trocknen an der Luft oder härten per UV aus, und die Haftung hängt davon ab, ob die Farbe zum Untergrund passt, sei es Kunststoff, Metall, Glas oder eine beschichtete Fläche.

Die wichtigsten Grenzen sind Druckgröße und Farbanzahl. Tampondruck glänzt bei kleinen Marken bis etwa wenige Zentimeter, ist aber nicht für große Flächen gemacht. Der Passer bei Mehrfarbjobs verlangt Sorgfalt, und Verläufe sind begrenzt. Für gewölbte Hartwaren in Serie findet sich aber kaum ein Verfahren, das mit seinem Tempo und seiner Gleichmäßigkeit mithält.

Tampondruck in Werbeartikeln

  1. Stifte und Schreibgeräte. Der gewölbte Schaft eines Stifts ist die klassische Tampondruckfläche und hält ein sauberes Logo in ein oder zwei Farben.
  2. Trinkgefäße und Deckel. Tassen, Becherdeckel und Flaschenverschlüsse haben Winkel und Rundungen, an die sich ein Silikonkissen anschmiegt, wo der Flachdruck versagt.
  3. Technik und Werkzeug. Ladecases für Ohrhörer, USB-Sticks und Kunststoffgadgets nehmen kleine, robuste Logos auf, die Handhabung und täglichen Gebrauch überstehen.

Tampondruck nimmt mit einem Silikonkissen Farbe von einer geätzten Platte ab und stempelt sie auf gewölbte oder strukturierte Oberflächen.

5 Tipps, um Ihre Tampondruck-Strategie zu verbessern

TippSchritte
Motive schlicht haltenSetze auf ein bis vier volle Farben, denn Tampondruck ist nicht für Fotos oder Verläufe gemacht.
Farbe aufs Material abstimmenStelle sicher, dass die Farbe zu Kunststoff, Metall oder Glas passt, damit sie haftet und Abrieb standhält.
Druckfeld bedenkenDimensioniere dein Logo für die kleine, oft gewölbte Zone, die das Produkt erlaubt.
Vektordaten nutzenLiefere Vektorgrafik, damit feine Linien beim Ätzen des Klischees scharf bleiben.
Am Muster testenGib ein gedrucktes Muster frei, bevor die volle Auflage läuft, um Farbe und Platzierung zu prüfen.

Wichtige Begriffe

Siebdruck - Drückt Farbe durch eine Gewebeschablone, ideal für flache Flächen und größere Bereiche.
Debossing - Prägt ein Motiv in ein Material für eine farblose, fühlbare Marke.
Lasergravur - Brennt mit einem fokussierten Laser eine dauerhafte Marke in eine Oberfläche.
Klischee - Die geätzte Platte, die die Farbe in Form deines Motivs hält.
Untergrund - Die zu bedruckende Produktfläche, etwa Kunststoff, Metall oder Glas.

Häufig gestellte Fragen

Für welche Produkte eignet sich Tampondruck am besten?

Tampondruck passt zu kleinen, gewölbten oder unebenen Hartwaren wie Stiften, Tassen, Deckeln und Spritzgussteilen. Er erreicht Flächen, an die Flachdruckverfahren nicht herankommen.

Wie viele Farben kann Tampondruck verarbeiten?

Er funktioniert gut für ein bis vier volle Farben, von denen jede eine eigene Platte und einen eigenen Durchgang braucht. Für fotografische Vollbilder oder weiche Verläufe ist er nicht ausgelegt.

Ist Tampondruck haltbar?

Ja, wenn die Farbe zum Material passt. Ein korrekt ausgehärteter Tampondruck hält normaler Handhabung stand, bei stark beanspruchten Artikeln kann eine Schutzschicht sinnvoll sein.

Worin unterscheidet sich Tampondruck vom Siebdruck?

Siebdruck drückt Farbe durch ein Gewebe und eignet sich am besten für flache oder zylindrische Flächen mit größeren Druckbereichen. Tampondruck nutzt ein flexibles Kissen, um kleine, gewölbte und unregelmäßige Formen zu erreichen.

Welches Dateiformat sollte ich für Tampondruck liefern?

Liefere Vektorgrafik wie AI, EPS oder PDF. Vektordaten erlauben ein Klischee mit scharfen Kanten und halten feine Details auch in kleiner Größe sauber.

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