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Was ist Lead Time (Durchlaufzeit)?

Lead Time ist die Gesamtzeit von der Bestellung bis zur Lieferung. Erfahre, was die Durchlaufzeit bestimmt und wie du Werbeartikel bei Sunday planst.

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Definition

Lead Time (Durchlaufzeit) ist die gesamte Zeit zwischen der Bestellung und dem Moment, in dem die fertige Ware bei dir ankommt. Bei Werbeartikeln umfasst sie die Druckfreigabe, die Bestandszuteilung, die Veredelung, die Qualitätskontrolle, das Verpacken und den Transport. Verschätzt du dich, landen deine Hoodies eine Woche nach der Konferenz.

Definition

Die Lead Time misst die volle Uhrzeit, nicht nur die Tage, an denen eine Fabrik druckt. Sie startet mit der Auftragsbestätigung und endet mit der Unterschrift bei der Anlieferung. Ein Lagershirt mit einfarbigem Siebdruck, in Europa veredelt, braucht meist 10 bis 15 Arbeitstage. Dasselbe Motiv auf einem komplett maßgefertigten Hoodie aus Asien, per Seefracht verschifft, kann 14 bis 18 Wochen dauern. Gleiches Logo, völlig andere Kalender. Genau diese Lücke macht Planung nötig.

Wie Lead Time funktioniert

Zerlege die Durchlaufzeit in Etappen, dann verliert sie ihren Schrecken. Die Vorproduktion umfasst die Druckdatenprüfung, das Punchen einer Stickdatei oder das Anfertigen von Sieben sowie die Freigabe eines digitalen oder physischen Andrucks. Diese Phase verzögert sich fast immer, weil sie auf einen Menschen wartet. Danach folgt die Produktion, also die Veredelung selbst oder die komplette Fertigung, wenn das Produkt von Grund auf entsteht. Anschließend Qualitätskontrolle, Verpackung und je nach Projekt Kitting. Zum Schluss Transport und Zustellung.

Jede Etappe hat eigene Treiber. Die Menge zählt, denn eine Auflage von 5.000 Stück reiht sich anders in die Planung ein als 100. Das Veredelungsverfahren zählt, weil Stickerei und Sublimation Rüstschritte brauchen, die der Digitaldirektdruck überspringt. Am stärksten wiegt jedoch die Herkunft. Ware aus einem europäischen Lager lässt sich in Tagen veredeln und versenden, während in Asien auftragsbezogen gefertigte Artikel rund 30 bis 45 Tage Seefracht plus Zollabwicklung mitbringen, oder 5 bis 10 Tage Luftfracht zum Vielfachen der Kosten.

Zwei Dinge verkürzen die Lead Time wirklich, und lauter mit der Fabrik zu reden gehört nicht dazu. Erstens: früher entscheiden. Wer Motiv, Größen und Mengen eine Woche eher festzurrt, spart eine Woche im Gesamtplan. Zweitens: das richtige Produkt für die Deadline wählen. Wenn du in drei Wochen 300 Geschenke brauchst, schafft das ein Lagerartikel mit erprobtem Veredelungsweg. Ein gewebtes Label auf sondergefärbtem Stoff schafft es nicht. Plane bei jedem festen Termin mindestens zwei Wochen Puffer ein, denn Zollkontrollen und Nachdrucke sind Normalfall, nicht Ausnahme.

Lead Time bei Werbeartikeln

  1. Planung auf einen festen Termin. Rechne rückwärts vom Event, Launch oder der Store-Eröffnung. Setze das Lieferdatum, addiere zwei Wochen Puffer und ziehe Transport und Produktion ab. So findest du deine echte Motiv-Deadline.
  2. Onboarding-Pakete für neue Kolleginnen und Kollegen. Einstellungen lassen sich schlecht vorhersagen. Veredelte Ware im Lager macht aus 12 Wochen Produktionszeit ein Pick-and-Pack in 48 Stunden. Hier schlägt Lagerbestand plus Drop Shipping die Einzelbestellung pro Person.
  3. Saison- und Kampagnen-Merch. Winterjacken und Festivalshirts haben harte Zeitfenster. Bestellst du in der Nebensaison, sind die Warteschlangen kürzer und die Preise oft besser, weil du nicht im Q4-Ansturm aller anderen steckst.

Lead Time ist die Gesamtzahl der Tage von der Auftragsbestätigung bis zur Lieferung, inklusive Produktion, Veredelung, Qualitätskontrolle und Versand.

5 Tipps, um Ihre Lead Time (Durchlaufzeit)-Strategie zu verbessern

TippSchritte
Aufschlüsselung verlangenLass dir die Lead Time getrennt nach Produktionstagen und Transporttagen nennen, nicht als eine vage Zahl.
Motive schnell freigebenBehandle die Andruckfreigabe als Deadline mit klarem Verantwortlichen, denn hier entstehen die meisten Verzögerungen.
Puffer einbauenRechne bei jedem terminkritischen Auftrag zwei Wochen für Zoll, Nachdrucke und Qualitätsthemen ein.
Produkt zur Deadline passend wählenNutze Lagerware bei knappen Terminen und hebe dir volle Maßfertigung für langfristige Planungen auf.
Nachbestellen, bevor es leer wirdLege einen Meldebestand aus Durchlaufzeit und Wochenverbrauch fest, damit der Bestand nie auf null fällt.

Wichtige Begriffe

MOQ - die Mindestbestellmenge, die eine Fabrik für einen Produktionslauf akzeptiert.
Kitting - mehrere Artikel zu einem versandfertigen Geschenkpaket zusammenstellen.
Drop Shipping - Artikel direkt aus dem Lager an einzelne Empfänger versenden.
Incoterms - Standardklauseln, die regeln, wer im Transport zahlt und wer das Risiko trägt.
Sicherheitsbestand - Reservebestand, der die Nachfrage deckt, während eine Nachbestellung unterwegs ist.
Sampling - ein physisches Vorserienmuster, das vor der Freigabe der Hauptauflage entsteht.

Häufig gestellte Fragen

Wie lang ist eine typische Lead Time bei Werbeartikeln?

Lagerware mit Standardveredelung braucht meist 10 bis 15 Arbeitstage. Vollständig maßgefertigte Produkte, die per Seefracht kommen, liegen in der Regel bei 12 bis 18 Wochen.

Was ist der Unterschied zwischen Lead Time und Produktionszeit?

Die Produktionszeit umfasst nur die Tage, an denen gefertigt oder veredelt wird. Die Lead Time zählt zusätzlich Druckfreigabe, Qualitätskontrolle, Verpackung, Versand und Zollabwicklung.

Wie verkürze ich meine Lead Time?

Gib Druckdaten schnell frei, bevorzuge Lagerartikel gegenüber Maßfertigung und halte veredelte Ware im Lager vor. Luftfracht verkürzt den Transport, kostet aber deutlich mehr als Seefracht.

Warum unterscheiden sich Lead Times so stark zwischen Anbietern?

Es hängt davon ab, wo das Produkt gefertigt wird, ob es am Lager liegt, welches Veredelungsverfahren zum Einsatz kommt und wie ausgelastet die Fabrik gerade ist. Saisonspitzen wie Q4 verlängern die Warteschlangen überall.

Wie viel Puffer sollte ich auf eine Lead Time rechnen?

Plane bei jedem Auftrag mit festem Termin mindestens zwei Wochen zusätzlich ein. Zollverzögerungen, nicht bestandene Qualitätsprüfungen und Nachdrucke kommen häufig genug vor, dass ein Puffer Standard sein sollte.

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