Definition
Simulated Process Printing ist ein Siebdruckverfahren, das vollfarbige, fotografische Motive auf dunkler Kleidung mit einem Satz deckender Sonderfarben als Rasterpunkte wiedergibt. Das Bild entsteht auf einer weißen Unterlage, sodass detaillierte, farbige Designs auch auf schwarzem Stoff leuchtend bleiben.
Definition
Simulated Process Printing zerlegt ein vollfarbiges Design in einen kleinen Satz Standardfarben, meist Weiß, Schwarz und einige Primärfarben, und druckt jede Farbe als Muster aus Rasterpunkten, die optisch zum Originalbild verschmelzen. Während der Vierfarbdruck transparente Farben nutzt, die eine weiße Fläche brauchen, verwendet Simulated Process deckende Farben, die ihre Wirkung auf jedem Kleidungsstück behalten. Ein typisches Beispiel ist ein fotografisches Motiv auf einem schwarzen Shirt, bei dem Hauttöne, Schatten und Lichter aus sechs bis acht überlagerten Sieben stammen.
So funktioniert Simulated Process Printing
Der Prozess beginnt mit der Farbseparation. Ein Designer oder eine Separationssoftware zerlegt das Motiv in Kanäle nach den konkret verwendeten Farben, nicht nach dem festen Cyan, Magenta, Gelb und Schwarz des Prozessdrucks. Jeder Kanal wird zu einem Rastersieb, einem Gitter aus kleinen Punkten, die in der Größe variieren und so hellere und dunklere Bereiche darstellen.
Auf der Maschine wird zuerst eine weiße Unterlage gedruckt und geflasht. Diese helle Schicht gibt den folgenden Farben eine Basis, und genau deshalb funktioniert die Technik auf dunklem Stoff. Jede Farbe wird dann als Punkte gedruckt, oft nass in nass, und das Auge fügt die überlagerten Punkte zu weichen Tönen und Verläufen zusammen. Rasterwinkel und Rasterweite werden so gewählt, dass Moiré vermieden wird und das Bild scharf bleibt.
Da die Farben deckendes Plastisol und keine transparenten Prozessfarben sind, hält Simulated Process die Farbe auf schwarzer und dunkler Kleidung, wo der Vierfarbdruck verblassen würde. Die Technik verarbeitet Verläufe, fotografisches Detail und viele Farben besser als flächiger Sonderfarbdruck. Die Nachteile sind Aufwand und Kosten. Separationen erfordern echtes Können, ein Auftrag kann sechs bis zwölf Siebe nutzen und die Registrierung muss exakt sein, daher passt die Methode zu größeren Auflagen, bei denen sich die Rüstkosten auf viele Drucke verteilen.
Simulated Process Printing in Branded Merch
- Fotografische Markenkampagnen. Nutzt ein Design ein Foto, eine gemalte Illustration oder eine reiche Farbmischung, gibt Simulated Process es auf dunklen Shirts und Hoodies wieder, ohne das Detail zu verflachen.
- Vollfarbige Motive auf dunkler Kleidung. Ein bunter Maskottchen-, Festival- oder detaillierter Logo-Print, der sonst viele einzelne Siebe bräuchte, druckt oft sauberer als Simulated Process auf schwarzer oder marineblauer Kleidung.
- Premium- und limitierte Merch-Drops. Für Sonderauflagen, bei denen die Druckqualität das Verkaufsargument ist, liefert Simulated Process ein posterartiges Ergebnis, das einen höheren Stückpreis rechtfertigt.
Simulated Process Printing ist eine Siebdrucktechnik, die vollfarbige Bilder auf dunkler Kleidung mit Rasterpunkten deckender Sonderfarben auf einer weißen Unterlage erzeugt.
5 Tipps, um Ihre Simulated Process Printing-Strategie zu verbessern
| Tipp | Schritte |
|---|---|
| Hochauflösende Vorlagen liefern | Gib 300 dpi oder Vektorquellen, damit die Separation feines Detail und saubere Verläufe hält. |
| Auf dunkle Kleidung setzen | Simulated Process wirkt am besten auf dunklem Stoff, kombiniere es mit schwarzen oder tiefen Farben. |
| Rüstkosten einplanen | Rechne mit mehr Sieben und höheren Rüstkosten, nutze es daher bei Auflagen, die den Preis auffangen. |
| Andruck anfordern | Bitte um ein gedrucktes Muster, um Farbtreue und Töne vor der ganzen Auflage zu prüfen. |
| Passenden Stoff wählen | Wähle Baumwolle oder baumwollreiche Mischungen, da Unterlage und Punkte dort am besten halten. |
Wichtige Begriffe
Häufig gestellte Fragen
Was ist der Unterschied zwischen Simulated Process und Vierfarbdruck?
Der Vierfarbdruck nutzt transparentes Cyan, Magenta, Gelb und Schwarz, die eine weiße Fläche brauchen. Simulated Process nutzt deckende Sonderfarben auf einer weißen Unterlage und gibt so volle Farbe auf dunkler Kleidung wieder, wo der Vierfarbdruck verblassen würde.
Kann Simulated Process Fotos auf Shirts drucken?
Ja. Es ist für fotografische und malerische Motive gemacht und zerlegt das Bild in Rasterpunkte, die zu weichen Tönen und Verläufen verschmelzen, auch auf schwarzem Stoff.
Warum kostet Simulated Process mehr?
Es nutzt mehr Siebe, braucht fachkundige Farbseparationen und eine exakte Registrierung auf der Maschine. Diese Rüstkosten machen es am besten für größere Auflagen geeignet, bei denen sich der Preis auf viele Drucke verteilt.
Funktioniert Simulated Process auf heller Kleidung?
Es kann, aber sein Vorteil liegt bei dunklem Stoff. Auf Weiß oder Hell ist der klassische Vierfarbdruck oft einfacher und günstiger, weil er keine weiße Unterlage braucht.
Wie viele Farben kann Simulated Process wiedergeben?
Ein gut separierter Auftrag kann ein volles Spektrum aus rund sechs bis zwölf Sieben andeuten, da überlagerte Rasterpunkte optisch zu vielen weiteren wahrgenommenen Farben verschmelzen.




