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Was ist Co-Branded Merch?

Co-Branded Merch trägt zwei Marken auf einem Produkt. So gestaltest du das Lockup, teilst die Kosten und klärst vorab, wem die Restbestände gehören.

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Definition

Co-Branded Merch sind Werbeartikel, die zwei oder mehr Marken auf demselben Produkt tragen, produziert für eine Partnerschaft statt für ein einzelnes Unternehmen. Zwei Logos, ein Produkt, eine gemeinsame Geschichte. Die Gestaltung ist anspruchsvoller als bei Merch für eine Marke. Der Papierkram dahinter auch.

Definition

Bei Co-Branded Merch setzen zwei Parteien ihren Namen unter dasselbe Produkt. Damit entstehen zwei Aufgaben gleichzeitig. Die gestalterische Aufgabe ist das Lockup: wie die Zeichen zusammenstehen, in welcher Reihenfolge, in welcher Größe, mit wie viel Luft dazwischen. Die kaufmännische Aufgabe ist, wer zahlt, wer den Bestand hält, wer nachbestellen darf und wie lange.

Ein Beispiel aus der Praxis. Eine Payment-Plattform startet eine Integration mit einer E-Commerce-Plattform. Dafür entstehen 500 schwere T-Shirts mit einem einfarbigen Lockup auf der Brust: Partnerlogo, dünner senkrechter Strich, eigenes Logo. Beide Teams schicken sie in derselben Woche an ihre 250 wichtigsten gemeinsamen Kunden. Ein Artwork, ein Produktionslauf, geteilte Kosten, zwei Zielgruppen.

Warum Co-Branded Merch wichtig ist

Normale Merch spricht mit Menschen, die dich schon kennen. Co-Branded Merch spricht mit dem Publikum eines anderen, und diese Marke bürgt für dich. Genau diese geliehene Glaubwürdigkeit ist der Zweck der Übung. Deshalb zählt die Produktqualität hier mehr als anderswo. Das Produkt trägt jetzt eine Reputation, die dir nicht gehört.

Der Preis dafür ist Kontrolle. Jede Gestaltungsentscheidung braucht zwei Freigaben und trifft auf zwei Markenhandbücher, die nie füreinander geschrieben wurden. Zwei Markenfarben auf einem Textil bedeuten oft einen zweiten Druckgang oder ein zweites Stickgarn, und damit einen höheren Stückpreis. Schriften beißen sich. Mindestgrößen beißen sich. Klärt Logoplatzierung und Schutzraum um das Logo in der ersten Woche, nicht kurz vor der Produktion.

Und dann der Teil, den niemand einplant. Partnerschaften enden. Bestände nicht. Haltet schriftlich fest, wem die Restmenge gehört, ob beide Seiten sie nach Ablauf weiter verschenken dürfen und wer nachbestellen darf. Ein Satz im Partnervertrag erspart euch ein Jahr später eine unangenehme Diskussion.

Co-Branded Merch bei Werbeartikeln

  1. Launches von Partnerschaften und Integrationen. Zwei Softwareunternehmen kündigen eine Schnittstelle an und schicken ein gemeinsames Produkt an geteilte Kunden. Klein und hochwertig schlägt breit und billig, denn die Zielgruppe ist eine Namensliste, keine Masse.
  2. Events und Sponsoring. Das Sponsorlogo neben dem Logo des Veranstalters auf Crew-Kleidung, Baumwolltaschen oder Caps. Verwandt mit Sponsor Swag, mit einem Unterschied: Beide Marken stehen auf demselben Produkt statt auf getrennten.
  3. Kollaborationen mit Creators und Retail. Eine Marke tut sich mit einem Creator, einer Künstlerin oder einem anderen Label für eine limitierte Auflage im Merch Store zusammen. Die Knappheit ist gewollt. Gemessen wird Abverkauf, nicht Reichweite.

Co-Branded Merch ist ein physisches Produkt, das die Markenzeichen von zwei oder mehr Partnern gemeinsam trägt und eine Partnerschaft sichtbar macht.

5 Tipps, um Ihre Co-Branded Merch-Strategie zu verbessern

TippSchritte
Zuerst das Lockup gestaltenLegt Hierarchie, Abstände und Mindestgröße in einer gemeinsamen Datei fest. Jede Produktentscheidung danach wird leichter.
Farbanzahl begrenzenZwei Paletten auf einem Produkt führen schnell zum Vierfarbdruck. Reduziert das Lockup auf ein bis zwei Farben und wählt eine Produktfarbe, auf der beide Paletten funktionieren.
Freigabe von beiden Markeninhabern einholenEin Daumen hoch im Chat ist keine Freigabe. Lasst das finale Lockup und das finale Produktfoto schriftlich bestätigen.
Eigentum am Bestand klärenRegelt Restmengen, Nachbestellrechte und den Fall, dass die Partnerschaft endet. Vor der Bestellung, nicht danach.
Auf das höhere Niveau bauenWer mehr Reputation riskiert, setzt die Untergrenze für die Qualität. Erfüllt sie, auch wenn das pro Stück einen Euro mehr kostet.

Wichtige Begriffe

Co-Branding - eine Marketingvereinbarung, bei der zwei oder mehr Marken gemeinsam auf einem Produkt oder in einer Kampagne auftreten.
Lockup - die feste Anordnung von zwei oder mehr Markenzeichen inklusive Abstandsregeln, geliefert als eine einzige Datei.
Lizenzierung - eine formale Vereinbarung über das Recht, Markenzeichen auf Produkten zu verwenden, meist mit Gebühren und Freigabeschritten.
Sponsor Swag - gebrandete Artikel, die von oder für einen Sponsor auf einem Event produziert werden, oft neben der Marke des Veranstalters.
Limited Drop - eine kurze, mengenbegrenzte Produktveröffentlichung, die Dringlichkeit erzeugt und das Bestandsrisiko begrenzt.
Markenrichtlinien - die Regeln für die Verwendung von Logo, Farben und Typografie einer Marke.

Häufig gestellte Fragen

Was ist Co-Branded Merch?

Co-Branded Merch ist ein Produkt, das die Markenzeichen von zwei oder mehr Partnern gemeinsam trägt und eine Partnerschaft sichtbar macht. Typisch bei Integrations-Launches, Sponsoring sowie Kollaborationen mit Creators oder im Handel.

Wie bringt man zwei Logos auf ein Produkt?

Baut ein Lockup: eine feste Anordnung beider Zeichen mit vereinbarter Reihenfolge, Größenverhältnis und Schutzraum, gespeichert als eine Datei. Druckt oder stickt dieses Lockup als eine Einheit. Kein Team platziert sein Logo separat.

Wer bezahlt Co-Branded Merch?

Meist teilen die Partner die Kosten nach Stückanteil. Jede Seite zahlt die Menge, die sie erhält, und der Partner, der die Produktion steuert, stellt der anderen Seite den Rest in Rechnung. Wer Artwork und Lieferantenbeziehung hält, führt in der Regel die Produktion.

Braucht Co-Branded Merch eine vertragliche Grundlage?

Ja. Mindestens Nutzungsrechte an den Markenzeichen, Freigabeschritte, Mengen und der Umgang mit nicht verkauften Beständen gehören schriftlich fixiert. In der Praxis läuft das als Klausel im Partnervertrag, nicht als eigener Vertrag.

Welche Produkte eignen sich für Co-Branded Merch?

Produkte mit einer sauberen, breiten Druckfläche: schwere T-Shirts, Caps, Baumwolltaschen, Notizbücher, Thermosflaschen. Meidet Artikel mit kleinen oder schwierigen Druckzonen, denn ein Lockup aus zwei Zeichen braucht mehr Breite als ein einzelnes Logo.

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