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Was ist Farbechtheit?

Farbechtheit ist die Beständigkeit von Stoff gegen Ausbleichen, Ausbluten und Abfärben. So wird sie geprüft und so schützt sie deine Markenfarben auf Merch.

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Definition

Farbechtheit beschreibt, wie gut ein Stoff seine Farbe behält, wenn er gewaschen, gerieben, beschwitzt oder der Sonne ausgesetzt wird. Sie wird im Labor auf einer Notenskala bewertet und entscheidet darüber, ob dein Markenblau nach zwanzig Wäschen noch dein Markenblau ist. Mangelnde Farbechtheit zeigt sich als Ausbleichen, als Farbstoff, der auf andere Wäsche ausblutet, oder als Farbe, die auf Haut und Autositze abfärbt.

Definition

Farbechtheit beschreibt, wie fest ein Farbstoff oder Pigment an die Faser gebunden ist. Ein Prüflabor setzt eine Probe einer definierten Belastung aus und vergleicht das Ergebnis mit einer Referenzskala von 1 bis 5. Dabei steht 5 für keine Veränderung und 1 für eine starke Veränderung. Ein Baumwollbeutel mit billigem Direktfarbstoff erreicht bei der Waschechtheit oft nur eine 2. Die Farbe blutet schon beim ersten Waschgang aus und färbt das weiße Hemd daneben ein. Derselbe Beutel mit Reaktivfarbstoff und sauberer Nachwäsche erreicht eine 4 bis 5.

Wie Farbechtheit funktioniert

Jede Farbstoffklasse bindet anders an die Faser, und genau diese Bindung wird geprüft. Reaktivfarbstoffe gehen eine chemische Bindung mit Zellulosefasern wie Baumwolle ein, deshalb halten sie der Wäsche so gut stand. Dispersionsfarbstoffe sitzen im Polymer von Polyester, sind wasserstabil, wandern aber unter Hitze. Pigmentfarbstoffe liegen mit einem Binder auf der Oberfläche und erzeugen bewusst den ausgewaschenen Vintage-Look. Sie tauschen Waschechtheit gegen Charakter.

Die Prüfbelastungen sind genormt. Die Waschechtheit folgt ISO 105-C06 oder AATCC 61. Die Lichtechtheit wird mit einer Xenonlampe nach ISO 105-B02 geprüft und auf der Blauwollskala von 1 bis 8 bewertet, nicht von 1 bis 5. Die Reibechtheit, auch Scheuerechtheit genannt, wird trocken und nass nach ISO 105-X12 geprüft. Die Schweißechtheit zählt bei allem, was eng am Körper getragen wird, die Wasserechtheit bei Outdoor- und Regenbekleidung.

Es gibt Kompromisse, die du vor der Farbfreigabe kennen solltest. Tiefe, satte Töne wie Schwarz, Rot und Königsblau tragen deutlich mehr Farbstoff als ein Pastellton und färben daher am ehesten ab. Schuld ist meist ungebundener Farbstoff, der nach dem Färben auf der Faseroberfläche bleibt. Deshalb wiegt der Nachwaschschritt in der Färberei genauso schwer wie die Wahl des Farbstoffs. Mischgewebe verkomplizieren das Bild, denn ein Mischgewebe aus Polyester und Baumwolle braucht zwei Farbstoffsysteme und zwei Fixierprozesse in einem einzigen Kleidungsstück.

Farbechtheit im Branded Merch

  1. Markenfarben exakt halten. Deine Farbpalette ist ein visuelles und rechtliches Gut. Ein Hoodie, der von einem präzisen Pantone-Rot in ein stumpfes Rostbraun kippt, wirkt billig und stellt die Marke bei jedem Tragen falsch dar.
  2. Reklamationen durch Abfärben vermeiden. Dunkle Schürzen, Taschen und Caps, die auf weiße Hemden oder helle Autoinnenräume abfärben, führen zu Retouren und Beschwerden. Nasse Reibechtheit bei tief gefärbtem Denim ist eines der häufigsten Qualitätsprobleme im Merch.
  3. Merch lange genug tragbar halten. Merch rechnet sich erst, wenn es getragen bleibt. Farbechtheit hält eine Mitarbeiterjacke drei Jahre im Umlauf statt drei Monate.

Farbechtheit ist die Beständigkeit eines Textils gegen Farbverlust und Farbübertragung durch Waschen, Licht, Reiben, Schweiß und andere alltägliche Einflüsse.

5 Tipps, um Ihre Farbechtheit-Strategie zu verbessern

TippSchritte
Prüfdaten anfordernVerlange die Noten für Wasch-, Licht- und Reibechtheit im Tech Pack, bevor du eine Farbe freigibst, nicht danach.
Mindestnote festlegenFordere bei Bekleidung mindestens eine 4 für Waschechtheit und trockene Reibechtheit, bei Outdoor-Artikeln 4 oder besser bei der Lichtechtheit.
Dunkle Töne kritisch prüfenSchau bei Schwarz, Rot und Marineblau genauer hin, denn tiefe Töne tragen mehr Farbstoff und färben am stärksten ab.
Muster waschenWasche ein Vorserienmuster dreimal zusammen mit einem weißen Prüfläppchen, um Ausbluten zu erkennen.
Pflegeetikett klar haltenKalt waschen, auf links drehen, keine Bleiche und kein Trockner schützt Farbstoff und Druck gleichermaßen.

Wichtige Begriffe

Abfärben - Farbe, die sich durch Reiben auf eine andere Oberfläche überträgt, nass und trocken geprüft.
Sublimationsdruck - ein Druckverfahren, bei dem Farbstoff verdampft und sich in Polyesterfasern bindet.
Reaktivfärbung - ein Färbeverfahren, das chemisch mit Baumwolle bindet und hohe Waschechtheit liefert.
Pantone-Matching - das Abgleichen einer Produktionsfarbe mit einer standardisierten Markenreferenz.
Pflegeetikett - das eingenähte Etikett mit Wasch- und Trocknungshinweisen für die Trägerin.

Häufig gestellte Fragen

Wie wird Farbechtheit gemessen?

Farbechtheit wird für Waschen, Reiben und Schweiß auf einer Skala von 1 bis 5 bewertet, wobei 5 keine sichtbare Veränderung bedeutet und 1 eine starke Veränderung. Die Lichtechtheit nutzt eine eigene Blauwollskala von 1 bis 8.

Welche Note bei der Farbechtheit ist gut für Merch?

Ziele bei Bekleidung auf eine 4 oder besser für Waschechtheit und trockene Reibechtheit. Bei Outdoor-Produkten wie Caps, Jacken und Taschen solltest du eine Lichtechtheit von mindestens 4 bis 5 verlangen.

Warum färbt mein neues schwarzes T-Shirt auf andere Kleidung ab?

Überschüssiger, nicht fixierter Farbstoff auf der Faseroberfläche überträgt sich, sobald das Kleidungsstück nass wird oder reibt. Das ist ein Problem der Wasch- und Reibechtheit und entsteht meist durch eine unvollständige Nachwäsche in der Färberei.

Hat Polyester eine bessere Farbechtheit als Baumwolle?

Polyester erreicht in der Regel bessere Wasch- und Lichtechtheit, weil Dispersionsfarbstoffe in der Faser sitzen. Baumwolle zieht mit korrekt fixierten Reaktivfarbstoffen gleich, aber billiges Färben fällt bei Baumwolle schneller auf.

Kann das Waschverhalten die Farbechtheit verbessern?

Ja. Kalt waschen, Kleidung auf links drehen, auf Bleiche verzichten und den Trockner meiden verlangsamt den Farbverlust deutlich, selbst bei Stoffen mit durchschnittlicher Note.

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