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Was ist DDP Shipping?

Bei DDP Shipping zahlt der Verkäufer Fracht, Zoll und Einfuhrsteuern bis zur Tür. So funktioniert DDP Shipping und so nutzt du es für Branded Merch.

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Definition

DDP Shipping ist eine Lieferbedingung, bei der der Verkäufer sämtliche Kosten bis zur Adresse des Käufers trägt: Fracht, Ausfuhrpapiere, Einfuhrzölle und Einfuhrsteuern. DDP steht für Delivered Duty Paid. Der Käufer bekommt die Sendung verzollt geliefert und muss nichts mehr klären oder nachzahlen.

Definition

DDP ist eine der elf Incoterms der Internationalen Handelskammer. Sie steht am äußersten Ende der Skala: maximale Pflicht beim Verkäufer, fast keine beim Käufer. Der Verkäufer organisiert den Transport, meldet die Ausfuhr an, zahlt die Fracht, übernimmt die Einfuhrabfertigung, entrichtet Zoll und Einfuhrumsatzsteuer und liefert bis vor die Tür. Der Käufer muss nur abladen.

Ein konkreter Fall. Du lässt 800 Hoodies in Portugal produzieren und schickst sie in dein Büro in Berlin. Bei einem DDP-Angebot deckt der Preis, den du freigibst, die Ware, die Veredelung, die Straßenfracht, die Zollanmeldung, die deutsche Einfuhrumsatzsteuer und den Zoll sowie die letzte Meile bis zum Empfang. Eine Rechnung, eine Zahl. Niemand am Empfang wird zur Kasse gebeten, bevor die Kartons vom Lkw kommen.

Wie DDP Shipping funktioniert

Die Arbeit liegt fast vollständig beim Verkäufer. Er bucht den Spediteur, erstellt Handelsrechnung und Packliste, ordnet die Ware der richtigen HS-Nummer zu und meldet die Ausfuhr im Ursprungsland an. Bei Ankunft tritt er oder sein Zollagent als Einführer auf, zahlt die festgesetzten Abgaben und gibt die Sendung für die Inlandszustellung frei. Das Risiko geht erst auf den Käufer über, wenn die Ware entladebereit am vereinbarten Ort steht.

Der Preis ist die Kehrseite, und die Kontrolle ebenso. Weil der Verkäufer Zoll, Steuer und Abfertigungsrisiko schultert, sind diese Beträge im Angebot eingepreist, meist mit einem Puffer für Tarifänderungen und unerwartete Kontrollen. Du gewinnst Sicherheit und verlierst den Blick auf die einzelnen Posten. Am heikelsten ist die Einfuhrumsatzsteuer. Zahlt sie ein ausländischer Verkäufer, kann der Käufer sie oft nicht als Vorsteuer ziehen, weil der Einfuhrbeleg auf den Verkäufer läuft und nicht auf deine Umsatzsteuer-ID. In manchen Ländern braucht der Verkäufer sogar eine lokale Steuerregistrierung, um die Anmeldung überhaupt abgeben zu können. Deshalb bieten viele Lieferanten lieber DAP an und überlassen den Zoll dem Käufer.

Für Branded Merch wiegt das schwerer als in den meisten Kategorien. Merch reist in unpraktischen Formaten: ein Karton Welcome Kits an eine neue Kollegin in Kanada, zwanzig Kartons zu einer Messe in Spanien, eine Palette Hoodies in ein Lager in Großbritannien. Jede Sendung überquert eine Grenze mit eigenen Sätzen, Freigrenzen und Formularen. DDP verhindert, dass eine neue Kollegin 40 Euro zahlen soll, bevor sie ein Geschenk ihres Arbeitgebers öffnen darf. Es ist die Einstellung, die ein internationales Merch-Programm für die Empfängerin wie eine Inlandslieferung wirken lässt. Plane es zusammen mit Durchlaufzeit und Fulfillment, denn die Abfertigung kostet Tage, die Produktionspläne gern übersehen.

DDP Shipping bei Branded Merch

  1. Weltweite Mitarbeitergeschenke. Onboarding-Kits und Jubiläumsgeschenke gehen direkt an Privatadressen in vielen Ländern. DDP garantiert, dass die Person nie eine Zollrechnung erhält. Das ist der Unterschied zwischen einem guten Geschenk und einem peinlichen Moment.
  2. Messe- und Eventfracht. Standbau, Banner und Giveaways haben einen harten Termin. Mit DDP liegt die Abfertigung bei der Partei, die jede Woche verschickt. Eine hängende Palette ist dann ihr Problem und nicht deines am Tag vor der Eröffnung.
  3. Grenzüberschreitende Merch-Shops. Ein Company Store, der in mehrere Märkte verkauft, braucht einen Endpreis im Checkout. Mit DDP zeigst du einen Preis, in dem Zoll und Steuer bereits stecken, damit Bestellungen nach der Zahlung nicht im Zoll hängen bleiben.

DDP Shipping ist ein Incoterm, bei dem der Verkäufer alle Kosten und Risiken trägt, um die Ware verzollt und mit bezahlten Abgaben an die genannte Adresse des Käufers zu liefern.

5 Tipps, um Ihre DDP Shipping-Strategie zu verbessern

TippSchritte
Kläre den Umfang von DDPLass dir schriftlich bestätigen, ob die Einfuhrumsatzsteuer enthalten ist oder nur der Zoll.
Prüfe den VorsteuerabzugWenn die Buchhaltung die Einfuhrumsatzsteuer ziehen will, muss der Einfuhrbeleg auf deine Umsatzsteuer-ID laufen. Sonst nimm DAP.
Liefere korrekte HS-NummernGib die richtigen Warennummern für Textil, Drinkware und Elektronik an, sonst drohen Verzögerungen und Nachforderungen.
Plane Zolltage einRechne drei bis fünf Werktage Abfertigung zusätzlich zu Produktion und Transit ein.
Vergleiche mit DAPHol bei großen Sendungen beide Angebote ein, denn Selbstverzollung kann günstiger sein, wenn du eine lokale Gesellschaft hast.

Wichtige Begriffe

Incoterms - Der Standardsatz an Handelsklauseln, der festlegt, wer welche Kosten und welches Risiko im Transport trägt.
DAP - Delivered at Place, der Verkäufer liefert bis zur Adresse, doch der Käufer zahlt Zoll und Einfuhrsteuern.
Landed Cost - Der Gesamtpreis eines Produkts inklusive Fracht, Zoll, Steuer und Handling.
Zollabfertigung - Die Anmeldung der Ware bei der Zollbehörde und die Zahlung der Abgaben vor der Freigabe.
Einführer - Die Partei, die rechtlich für die Einfuhranmeldung und die festgesetzten Abgaben haftet.
HS-Nummer - Der internationale Warencode, der über den Zollsatz eines Produkts entscheidet.

Häufig gestellte Fragen

Wofür steht DDP?

DDP steht für Delivered Duty Paid. Der Incoterm bedeutet, dass der Verkäufer an die genannte Adresse des Käufers liefert, mit erledigten Aus- und Einfuhrformalitäten und bezahlten Zöllen und Steuern.

Wer zahlt bei DDP Shipping die Zölle?

Der Verkäufer. Bei DDP trägt er Fracht, Ausfuhrkosten, Einfuhrzoll und Einfuhrsteuern und liefert die Ware verzollt. Der Käufer zahlt nichts über den vereinbarten Preis hinaus und muss nur abladen.

Was ist der Unterschied zwischen DDP und DAP?

Bei DAP liefert der Verkäufer an die Adresse, doch der Käufer verzollt und zahlt Abgaben. Bei DDP übernimmt der Verkäufer beides. DAP verschiebt Zollkosten und Aufwand auf den Käufer.

Ist DDP Shipping teurer?

Der ausgewiesene Preis liegt meist höher, weil Zoll, Steuer und Abfertigungsrisiko eingepreist sind. Die Gesamtkosten sind oft ähnlich, und DDP nimmt dir Überraschungskosten, Verzögerungen und internen Aufwand ab.

Kann ich die Einfuhrumsatzsteuer bei DDP zurückholen?

Oft nicht. Zahlt der Verkäufer sie als Einführer, läuft der Beleg auf ihn und der Käufer hat keine Grundlage für den Vorsteuerabzug. Ist der Abzug wichtig, wähle DAP oder eine Anmeldung unter deiner Umsatzsteuer-ID.

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