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Was ist Nachbestellung?

Eine Nachbestellung ist ein Wiederholungsauftrag für bereits produzierte Merch. So sichern Meldebestand, Lieferzeit und gespeicherte Druckdaten den Bestand.

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Definition

Eine Nachbestellung ist ein Wiederholungsauftrag für einen Artikel, den du bereits produziert hast, ausgelöst, um verbrauchten, versendeten oder verschenkten Bestand aufzufüllen. Bei Branded Merch heißt das: dasselbe Produkt, dasselbe Veredelungsverfahren und dieselbe Druckdatei erneut produzieren, meist in einer anderen Stückzahl. Der zweite Lauf sollte schneller und günstiger sein als der erste, weil die Vorarbeit bereits erledigt ist.

Definition

Eine Nachbestellung ersetzt Stück, die den Bestand verlassen haben. Am Produkt selbst ändert sich nichts. Basisartikel, Farbe, Größenverteilung, Veredelungstechnik und Druckdatei bleiben identisch. Variabel sind nur Menge und Liefertermin. Genau das unterscheidet die Nachbestellung von einer Neuentwicklung, die Muster, Farbabstimmung und Freigabe erneut durchlaufen muss.

Beispiel: Ein Unternehmen schickt jeder neuen Kollegin und jedem neuen Kollegen eine Welcome Box mit einem navyblauen Hoodie und gesticktem Brustlogo. Im Januar wurden fünfzig Boxen gepackt. Im April liegen noch sechzehn Hoodies im Lager. HR löst eine Nachbestellung über 100 Stück auf Basis der gespeicherten Stickdatei aus, damit der Bestand vor dem nächsten Onboarding-Termin wieder stimmt.

Wie eine Nachbestellung funktioniert

Eine Nachbestellung startet aus einem bestehenden Produktionsdatensatz. Darin stehen Artikelnummer des Basisprodukts, Größenverteilung, Veredelungstechnik, Platzierung, Farb- oder Garncodes und der freigegebene digitale Andruck. Weil all das hinterlegt ist, entfallen Druckvorstufe und Bemusterung. Der Auftrag geht direkt in die Produktion, und deshalb ist die Lieferzeit einer Nachbestellung meist kürzer als beim Erstauftrag.

Die Kostenstruktur verschiebt sich beim zweiten Lauf. Ein Erstauftrag trägt einmalige Kosten: Siebeinrichtung, Digitalisierung der Stickdatei, Aufbereitung der Druckdaten, manchmal ein physisches Muster. Bei einer Nachbestellung entfallen diese Posten meist oder sinken deutlich, sodass der Stückpreis bei gleicher Menge fällt. Was bleibt, ist die Mindestbestellmenge, denn die Produktion muss weiterhin einen Maschinenlauf füllen, damit der Auftrag wirtschaftlich ist.

Das größte Risiko ist die Abweichung über die Zeit. Ein bestimmter Basisartikel kann aus dem Sortiment fallen, eine Farbe kann gestrichen werden, und Färbepartien unterscheiden sich von Charge zu Charge leicht. Ein Hoodie, der neun Monate später nachbestellt wird, kann eine Nuance danebenliegen. Bewährt hat sich: in größeren, selteneren Chargen nachbestellen, ein Referenzmuster aus dem Erstlauf aufbewahren und die Verfügbarkeit des Basisartikels prüfen, bevor du intern Bestand zusagst.

Nachbestellungen bei Branded Merch

  1. Onboarding-Kits, die nie leerlaufen. Welcome Packs werden in einem stabilen, planbaren Takt verbraucht. Setz je SKU einen Meldebestand, damit automatisch nachproduziert wird und nicht erst, wenn jemand das leere Regal bemerkt.
  2. Bestand für Events und Messen. Baumwolltaschen, Caps und Stifte sind an einem gut besuchten Stand schnell weg. Dieselben SKUs zwischen den Terminen nachzubestellen hält den Auftritt visuell konsistent und verhindert Eilproduktion mit Aufschlag.
  3. Retail und interne Merch Shops. Ist ein Hoodie nur in Größe L ausverkauft, deckt die Nachbestellung genau diese Größe ab statt der kompletten Größenkurve. So liegt kein Kapital in Größen, die niemand kauft.

Eine Nachbestellung ist ein wiederholter Produktionslauf eines bestehenden Produkts mit bestehendem Artwork, ausgelöst, um den Bestand aufzufüllen, bevor er aufgebraucht ist.

5 Tipps, um Ihre Nachbestellung-Strategie zu verbessern

TippSchritte
Nachbestellen, bevor der Bestand null erreichtLöse den Auftrag aus, wenn der Bestand nur noch die Lieferzeit plus einen kleinen Puffer abdeckt.
Artwork fixierenSpeichere den freigegebenen Andruck sowie Farb- und Garncodes im Produktdatensatz, damit Lauf zwei Lauf eins entspricht.
Basisartikel zuerst prüfenKläre, ob der Blank noch im Sortiment und am Lager ist, bevor du die Nachbestellung intern zusagst.
In wenigen, größeren Chargen bestellenGrößere Läufe bedeuten bessere Stückpreise, weniger Farbabweichung zwischen Chargen und weniger Aufwand pro Stück.
Versiegeltes Referenzmuster aufbewahrenEin physisches Kontrollstück aus dem Erstlauf klärt jede Diskussion über Farbe oder Platzierung in Minuten.

Wichtige Begriffe

Meldebestand - der Lagerbestand, bei dem automatisch ein neuer Auftrag ausgelöst wird.
Lieferzeit - die Zeit zwischen Auftragserteilung und Wareneingang.
Sicherheitsbestand - Pufferbestand, der Nachfragespitzen und Lieferverzögerungen abfängt.
Mindestbestellmenge - die kleinste Menge, die ein Produzent in einem Lauf fertigt.
Färbepartie - eine gemeinsam gefärbte Stoffcharge, die von anderen Chargen leicht abweichen kann.
Fehlbestand - der Zustand, in dem ein Artikel vollständig ausverkauft und nicht lieferbar ist.

Häufig gestellte Fragen

Was unterscheidet eine Nachbestellung von einem Neuauftrag?

Eine Nachbestellung wiederholt ein bestehendes Produkt mit identischem Artwork, deshalb entfallen Bemusterung und Einrichtung. Ein Neuauftrag bringt einen neuen Artikel, eine neue Technik oder ein neues Design und braucht vorher Andruck und Freigabe.

Ist eine Nachbestellung günstiger als der Erstauftrag?

In der Regel ja. Einmalige Einrichtungskosten wie Siebherstellung oder Stickdigitalisierung sind bereits bezahlt, deshalb liegt der Stückpreis bei gleicher Menge im zweiten Lauf meist niedriger.

Wie lange dauert eine Nachbestellung?

Das hängt von Produkt und Veredelung ab, doch Nachbestellungen laufen meist schneller als Erstaufträge, weil das Artwork freigegeben und die Produktionsdaten hinterlegt sind. Bedruckte Artikel gehen oft in wenigen Wochen raus, Lagerware schneller.

Trifft die Farbe meine Erstbestellung exakt?

Nicht immer. Färbepartien unterscheiden sich von Charge zu Charge, ein Kleidungsstück kann also eine Nuance abweichen. Ein Referenzmuster und größere, seltenere Chargen halten den sichtbaren Unterschied klein.

Wann sollte ich nachbestellen?

Sobald der Restbestand nur noch die Lieferzeit plus Sicherheitspuffer abdeckt. Wer bis kurz vor null wartet, läuft während der Produktion leer.

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